Nachhaltige Waldwirtschaft
So bedeuten „community based logging operations“, dass auf Gemeindeebene die ansässigen Völker nachhaltige Forstwirtschaft durchführen. Ein exzellentes Beispiel sind die tragbaren Sägewerke in Papua Neuguinea. Mit den so genannten „wokabout somils“ verarbeiten die Ureinwohner einzelne Bäume direkt vor Ort zu Brettern. Bedingt durch diesen weiteren Arbeitsschritt verbleibt mehr Geld im Dorf und der Ausbau der Infrastruktur muss nicht so weitreichend erfolgen, da ein Abtransport von Brettern wesentlich einfacher ist als der von Bäumen.Theoretisch ist auch das Bewirtschaften von nachhaltigen Plantagen möglich. Praktisch ist die Umsetzung aber mit großen Schwierigkeiten verbunden.
Für den Bau von Plantage werden große Teile des Regenwaldes gerodet. Auf den Plantagen selber wird dann meisten nur eine Art, eine Monokultur wie z.B. Pappel angebaut. Diese Schritte vernichten bereits eine beträchtliche Masse der Artenvielfalt. Durch den Einsatz von Pestiziden, die Konkurrenzpflanzen und Schädlingsbefall Einhalt gebieten sollen, wird der Artenreichtum nochmals drastisch reduziert. Hinzu kommen oftmals sozial schwierige Bedingungen wie Korruption, schlechte Arbeitsbedingungen und illegales Fällen.
Dennoch hat das Waldzertifizierungssystem FSC zahlreiche Plantagen mit dem Gütesiegel der nachhaltigen Waldbewirtschaftung versehen.