Nachhaltige Waldwirtschaft

Jeder Eingriff des Menschen im tropischen Regenwald wie z.B. die Ernte wandelt den betroffenen Teil des Primärwaldes mindestens in einen Sekundärwald. Dabei geht jede Umwandlung mit dem Verlust biologischer Vielfalt und der Freisetzung von im Boden und Biomasse gespeicherten Kohlenstoffen einher. Durch die Tatsache, dass der Boden nicht wie z.B. in Europa üblich aus einer dicken Humusschicht besteht ist ein großer Problemfaktor um eine nachhaltige Waldbewirtschaftung durchzuführen. Auf dem im Grunde oftmals sandigen und unfruchtbaren Boden befindet sich für gewöhnlich lediglich eine dünne Humusschicht, die gerade ausreicht den Regenwald mit Nährstoffen zu versehen. In einem kurzen und empfindlichen Kreislauf zirkulieren diese Nährstoffe zwischen Boden und Pflanzen. Wird ein großer Baum aus dem unberührten Urwald entnommen, ist es so als ob auch gleich der entsprechende Boden mit abgetragen werden würde. Dadurch gehen wesentliche Funktionen der Regenwälder dauerhaft und unwiderruflich verloren. . Daraus ergibt sich die Tatsache, dass das Ökosystem des Regenwaldes zu dem empfindlichsten der Welt zählt.

Ernteverfahren wie die selektive Einzelernte besonders wertvoller Hölzer bringen ebenfalls ihre Auswirkungen mit. So geht diese Ernte nicht ohne infrastrukturelle Gebietserschließungen einher, was wiederum einzelne Siedler, die sich zu ganzen Dörfern vermehren, nach sich zieht. Diese Siedler wandeln zum Eigenverbrauch Teilstücke des Waldes zur landwirtschaftlichen Nutzen um. Aufgrund von häufig vorkommenden Erosionen werden diese Flächen einige Zeit später jedoch wieder aufgegeben und ein weiteres Waldstück wird zu Versorgungszwecken zerstört.
Dennoch gibt es auch Möglichkeiten der nachhaltigen Nutzung der tropischen Regenwaldökosysteme.



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