Nachhaltige Waldwirtschaft
Neben wertvollen Hölzern bietet der tropische Regenwald auch die Möglichkeit der Verarbeitung und des Verkaufs von Nichtholzprodukte und weitere Einkommensquellen.So können als Einkommensquellen durch den Ökotourismus z.B. Jobs als Bootlenker, Guides und Fährtenleser angenommen werden. In der Ausführung des Ökotourismus ist allerdings darauf zu achten nachhaltige Technologie und traditionelle Arten der Unterbringung zu verwenden. Es bringt keinerlei Vorteile, wenn mitten im Regenwald ein Luxushotel errichtet werden würde wofür z.B. die Infrastruktur weiträumig ausgebaut werden müsste.
Ernte und Verkauf von Früchten und Nüssen wie z.B. Paranüsse und der Gummigewinnung sind weitere Möglichkeiten Einkommen zu erzielen. Die Nachfrage und das Interesse an exotischen Früchten und essbaren Köstlichkeiten aus tropischen Gebieten steigen immer weiter.
Bei beiden Ernteverfahren werden die Bäume nicht gefällt. Bei der Gummigewinnung wird der Baum nur angeritzt und die herauslaufende Latexflüssigkeit aufgefangen. Familien leben seit Anfang des 20. Jahrhunderts vom Baumzapfen. Das Baumfällen in dieser Art der Ernte zu unterlassen, liegt im Interesse aller Beteiligten, da ein gefällter Baum z.B. keine Nüsse mehr produzieren kann.
Bedingt durch die enorme Artenvielfalt des Regenwaldes bietet der Wald zahlreiche Möglichkeiten auf bestimmte Pflanzen zur Medikamentenentwicklung und –herstellung zurückzugreifen. Laut WHO (Weltgesundheitsorganisation) setzen bisweilen 80% der Bevölkerung auf Medikamente mit natürlich pflanzlichen Wirkstoffen zur Krankheitsheilung. Es ist bekannt, dass einige Pflanzen, welche im Regenwald vorkommen effektive Heilungen von Krebs hervorrufen können. Eines der bekanntesten Krebsmedikamente ist das der US Pharmafirma Eli Lily, welches aus der Pflanze rosy periwinkle hergestellt wird.