Nachhaltige Waldwirtschaft
Nachhaltige Waldwirtschaft bezeichnet die verantwortungsbewusste Benutzung eines Waldes in wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Interessen, so dass auch nachfolgende Generationen die gleichen Nutzungsmöglichkeiten haben. Heutige Bedürfnisse und zukünftige sollen dabei im Einklang stehen, das bedeutet, dass auch nachfolgende Generation die Wälder im vollen Umfang nutzen können und die Wälder nicht aufgebraucht werden.Die Produktion und Ernte von materiellen und immateriellen Produkten soll dabei von dauerhaftem Bestand sein. Dabei werden Wälder in fünf verschiedenen Kategorien eingestuft.
Der Primärwald ist ein natürlich gewachsener Wald, der bisher vollkommen frei von menschlichen Einflüssen wie z.B. dem Fällen von Bäumen ist.
Der Sekundärwald ist nach dem Einfluss durch Menschen z.B. durch Rodung natürlich nachgewachsen. Die ursprüngliche Vegetation hat sich nach gewisser Zeit immer weiter regeneriert. Fälschlicherweise wird der Begriff des Sekundärwaldes oftmals lediglich auf die tropischen Wälder bezogen, aber auch die, die nach einem Kahlschlag der Selbstverjüngung überlassenen Wälder in kalt-gemäßigten und mitteltemperierten Arealen zählen zu dieser Forstart.
Bewirtschaftete Wälder und Wirtschaftswälder werden mehr oder weniger forstwirtschaftlich genutzt und für gewöhnlich planmäßig verwaltet und genutzt. Diese Wälder können auf Monokulturen oder Mischkulturen bestehen und die Regeneration findet durch Verjüngung oder Neubepflanzung statt. Ebenso werden insbesondere in Wirtschaftswäldern pflegende Arbeiten unternommen wie z.B. Bodenverbesserungen und Durchforsterungen. Diese dienen dem Erhalt der Waldfunktionen.
Eine weitere Form ist die Plantage. Hierbei handelt es sich um die intensivste Art der Bewirtschaftung. Schnellwachsende Monokulturen wie z.B. Pappel und Eukalyptus, werden hier nach der Ernte direkt wieder neu angepflanzt. Ebenso werden hierbei massiv pflegende Arbeiten sowie Bodenbearbeitungen und –düngungen durchgeführt.